Bewerten Sie selbst gehostete KI anhand von Betriebsaufgaben, Arbeitslastbudgets, Modell- und Werkzeugregeln sowie belastbaren Auditnachweisen.
Selbsthosting verändert den Betreiber, nicht den Governancebedarf. Entscheiden Sie mit diesem Leitfaden zwischen verwaltetem Sluis und Edge und verteilen Sie Verantwortung für Richtlinien, Ausgaben und Betrieb.
Die tatsächlich benötigte Betriebsgrenze wählen
Sluis bietet ein verwaltetes, EU-orientiertes Gateway und Workspace. Edge betreibt das vollständige Produkt in Ihrer eigenen Kubernetes- oder Docker-Umgebung, auch abgeschottet mit lokalen Modellen.
Illustratives Szenario: Ein Forschungsteam darf vertrauliche Unterlagen nicht aus seinem Netzwerk senden. Prüfen Sie Edge mit freigegebenen lokalen Modellen, ohne Fähigkeiten externer Modelldienste im Offlinebetrieb vorauszusetzen.
- Dokumentieren Sie, ob externe Verarbeitung erlaubt ist.
- Wählen Sie Modelle passend zur vorgesehenen Umgebung.
- Testen Sie Pflichtabläufe ohne externen Netzwerkzugang.
Verantwortung statt bloßer Installation kalkulieren
Bei Edge betreibt der Kunde die Umgebung einschließlich Backups und Lizenzverwaltung. Ein Bereitstellungspaket ersetzt keine Verantwortung für Infrastruktur, Wiederherstellungsplanung oder einen funktionsfähigen Betrieb.
Verteilen Sie Updates, Überwachung und Incident Response im Umsetzungsplan. Bestätigen Sie Supportgrenzen und Lizenzvereinbarungen, statt selbst gehostete Software als Managed Service oder Hardware-Appliance zu behandeln.
- Benennen Sie Verantwortliche für Infrastruktur, Backups und Lizenzen.
- Üben Sie Wiederherstellung vor sensibler Produktivnutzung.
- Klären Sie Support und Anforderungen für Offlinebetrieb.
Modelle, Werkzeuge und Arbeitslastkosten gemeinsam steuern
Sluis unterstützt Modell- und MCP-Werkzeugrichtlinien, Erlauben-/Verweigern-Modi, Budgets je Arbeitslast und Ratenlimits. Richten Sie Regeln am genehmigten Arbeitsablauf aus, nicht nur an einer unternehmensweiten Modellliste.
Ein Arbeitslastbudget steuert die Ausgabenzuteilung, ein Ratenlimit das Anfragetempo. Testen Sie beides mit realistischem Verkehr und prüfen Sie das Verhalten an jeder konfigurierten Grenze.
- Ordnen Sie jeder Arbeitslast Budget und Verantwortung zu.
- Legen Sie erlaubte Modelle und MCP-Werkzeuge fest.
- Testen Sie Budgetgrenzen und Ratenlimits.
Auditnachweise nutzen, Beobachtbarkeit nicht überschätzen
Sluis bietet ein hashverkettetes Auditprotokoll. Das unterstützt die Prüfung erfasster Ereignisse, belegt aber weder vollständiges Anwendungstracing noch automatische Störungsbehebung oder Sichtbarkeit nicht genehmigter Werkzeuge außerhalb von Sluis.
Definieren Sie Nachweise für Ausgabenprüfungen und Richtlinienuntersuchungen. Prüfen Sie Felder, Zugriff und Aufbewahrung. Nutzen Sie aktuelle Verbrauchspreise für verwaltete Dienste und klären Sie Edge-Lizenzen separat.
- Erproben Sie eine Auditprüfung an einem Beispielszenario.
- Klären Sie Nachweiszugriff und Aufbewahrungsverantwortung.
- Prüfen Sie Ausgaben und Richtlinienausnahmen regelmäßig.
Fragen vor der Entscheidung
Macht Selbsthosting KI souverän?
Es kann Kontrolle und Datenflüsse verändern. Souveränität hängt aber auch von Eigentum, Abhängigkeiten, Modellen und Rechtszugriffen ab. Nutzen Sie den bestehenden Due-Diligence-Leitfaden zur Vertiefung.
Kann Edge ohne Internet betrieben werden?
Edge unterstützt abgeschotteten Betrieb mit lokalen Modellen. Prüfen Sie Abläufe, Kapazität, Wartung und Lizenzen; externe Modelldienste sind nicht automatisch offline verfügbar.
Beseitigen Governancekontrollen Schatten-KI?
Nein. Die Kontrollen gelten innerhalb der konfigurierten Sluis-Umgebung. Ergänzen Sie Unternehmensrichtlinien, Schulung und geeignete externe Maßnahmen, ohne eine universelle Erkennung vorauszusetzen.
